Read Wurmbunte Klingen: Studien zu Konstruktion, Herstellung und Wertigkeit der frühmittelalterlichen Spatha in Westfalen (Veröffentlichungen der ... Landschaftsverband Westfalen-Lippe) by Ulrich Lehmann Online

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Das zweischneidige Langschwert, die sogenannte Spatha, war bereits im fr hen Mittelalter nicht nur eine hocheffektive Waffe, sondern auch ein herausragendes Statussymbol und sogar ein magisches Artefakt Bereits Theoderich der Gro e lobte die Qualit t von Schwerten mit sich kr uselnden W rmchen , die auf eine komplizierte Herstellung der Klingen im Schwei verbundverfahren hindeuten Die einst prachtvollen Waffen werden heute bei Ausgrabungen in der Regel als verrostete Objekte aus fr hmittelalterlichen Gr bern geborgen Vor allem mithilfe von 3D R ntgen Computertomografie konnte der Autor Ulrich Lehmann neue Erkenntnisse zum Aufbau von 32 Schwertern des 6 bis 8 Jahrhunderts n Chr gewinnen und sogar die einst sichtbaren komplizierten Schwei muster rekonstruieren Die Ausf hrung dieser Muster diente dem zeitgen ssischen Betrachter als Zeugnis f r die Qualit t der Waffe und die Handwerkskunst des fr hmittelalterlichen Schmieds Dar ber hinaus besa en die schimmernden Schwei muster in der damaligen Vorstellung eine weitere wichtige Bedeutung Sie waren eng mit einer Schlangensymbolik verwoben, die den Feind bedrohen und den Schwerttr ger sch tzen sollte....

Title : Wurmbunte Klingen: Studien zu Konstruktion, Herstellung und Wertigkeit der frühmittelalterlichen Spatha in Westfalen (Veröffentlichungen der ... Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
Author :
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ISBN : 3402150093
ISBN13 : 978-3402150092
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Aschendorff 6 Januar 2016
Number of Pages : 106 Pages
File Size : 893 KB
Status : Available For Download
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Wurmbunte Klingen: Studien zu Konstruktion, Herstellung und Wertigkeit der frühmittelalterlichen Spatha in Westfalen (Veröffentlichungen der ... Landschaftsverband Westfalen-Lippe) Reviews

  • J Serif
    2018-11-20 13:01

    Alles in bester Ordnung. Sehr ausführliche Beschreibungen und Detailzeichnungen mit viel Hintergrundwissen und akribischer Beschreibung. Würde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

  • Hiltibold
    2018-12-11 13:53

    Die Spatha - ein zweischneidiges Langschwert - zählt zu den charakteristischen Waffen des europäischen Frühmittelalters. Aufgrund des enormen Herstellungsaufwandes war sie für ihre Träger vermutlich ein wertvolles Prestigeobjekt. In "Wurmbunte Klingen: Studien zu Konstruktion, Herstellung und Wertigkeit der früh-mittelalterlichen Spatha in Westfalen" (Aschendorff Verlag) widmet sich der Autor Ulrich Lehmann anhand von 28 westfälischen (und zwei rheinländischen) Schwert-Funden aus dem 6. - 8./9. Jh. diesem Thema in ausführlicher Weise.Von einiger Bedeutung für die Studien ist die Unterteilung der Spatha in Schwertscheide, Gefäß und Klinge. So sind etwa beim Gefäß - bestehend aus Hilze, Griffplatten/Parierstange und Knaufkrone - Wandel von Stil und verwendeten Materialien zentrale Merkmale, die eine chronologische Einordnung des Schwertes ermöglichen. Wobei Gefäß und Klinge aufgrund von nachträglichen Veränderungen (z.B. durch Reparaturen) zeitlich relativ weit auseinanderliegen können.Einiges Augenmerk wurde bei den Untersuchungen auch der Schwertscheide geschenkt. Üblicherweise bestand sie aus einer fellgefütterten Holzschale, die außen mit Leder und/oder Textilen überzogen war (21 der 28 in der Studie behandelten Schwerter aus Westfalen wiesen noch unterschiedlich umfangreiche Reste davon auf). Interessant und neu war für mich hierbei, dass frühmittelalterliche Spatha-Schwertscheiden regelhaft plastisch verziert waren (etwa durch das Aufleimen von Schnüren unter dem Lederbezug) - ich hielt das bisher eher für eine Ausnahme. Des Weiteren könnte häufig Farbe zum Einsatz gekommen sein, was mich besonders überraschte. Bunte Schwertscheiden - wer hätte das gedacht? Ein Aha-Erlebnis hatte ich auch bei der geäußerten Annahme, dass es sich bei den an manch Spatha-Fund anhaftenden Textilresten nicht zwingend um eine Bespannung der hölzernen Scheide handeln muss; vielmehr könnten es auch die Reste eines Schutzumschlages sein, in den das Schwert gewickelt wurde, bevor es als Beigabe unter die Erde kam. Das bedeutet, manch heute gezeigte Rekonstruktion beruht möglicherweise auf einer Missinterpretation.Besonders viel Aufmerksamkeit widmet der Autor natürlich der Klinge, deren Kern in merowingischer und karolingischer Zeit typischerweise aus Schweißverbundstahl bestand. Im Detail erläutert werden hier die Aufbereitung des Metalls sowie das Schmieden und Härten. Unter anderem aufgrund von grafischen Darstellungen verschiedenster Klingenquerschnitte und der auf den polierten Klinge hervortretenden Schweißmuster (= "wurmbunt") entsteht ein gut nachvollziehbarer Einblick in die frühmittelalterliche Schwertschmiedetechnik, für die das Feuerverschweißen von tordierten Metallstäben unterschiedlicher Beschaffenheit besonders charakteristisch ist (und einfach ist es auch nicht, wie ich aus eigener praktischer Erfahrung weiß).Gesondert erläutert werden die den Untersuchungen zugrunde liegenden naturwissenschaftlichen Verfahren; z.B. die 3-D-Röntgen-Computertomographie. Auch die Grenzen der modernen Technik kommen zur Sprache; so ist etwa eine verlässliche Härtebestimmung der Klinge häufig kaum möglich, da ausgerechnet die äußeren Schichten des Schwertes, in denen die einstige Härtung naturgemäß besonders stark in Erscheinung trat, fast immer aufgrund von Korrosion zerstör sind. Dementsprechend sind die in Forschungsberichten angegebenen Wert mit Vorsicht zu genießen.FAZIT:Zwar wendet sich der Autor Ulrich Lehmann mit seinem Buch kaum an völlige Laien, doch dürften selbst Interessierte ohne einschlägiges Vorwissen aus den allgemein verständlich geschriebenen Texten viele wertvolle Informationen entnehmen können. Unzählige Illustrationen (inkl. eines Kataloges) erleichtern das Verständnis. Auch wurde von Fußnoten reichlich Gebrauch gemacht, wobei sich der Autor hierbei häufig nicht auf bloße Literaturhinweise beschränkt hat, sondern gleich direkt wichtige Zusatzinformationen einflechtete.Natürlich bezieht sich der Großteil des Buchs auf Spatha-Funde im deutschen Westfalen, allerdings sind die Unterschiede zu ähnlichen Funden in den germanisch besiedelten Gebieten Mitteleuropas meiner Erfahrung nach vergleichsweise gering. Daher lassen sich aus den Untersuchungsergebnissen wohl häufig relativ allgemein gültige Schlüsse ziehen; etwa die historischen Handwerkstechniken betreffend. Nicht zuletzt für Living-History-Hobbyisten im deutschen Sprachraum ist dieser Umstand von Bedeutung. Sie bekommen mit dem vorliegenden Buch eine sehr detailreiche Recherche-Quelle an die Hand, die es ihnen ermöglicht, ein für die persönliche Darstellung passendes Schwert in Auftrag zu geben, ohne sich dabei allzu blind auf die Kenntnisse des Schmiedes verlassen zu müssen. Wobei freilich auch Schmiede, die Repliken historischer Blankwaffen herstellen, mit diesem Buch ihre Freude haben dürften.Für knapp 40 Euro erhält man eine allgemein verständlich geschriebene, gut strukturierte, großformatige und reichhaltig illustrierte Monografie mit einem Umfang von über 500 Seiten; ein meiner Ansicht nach sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.-----HILTIBOLD.Blogspot.comWanderer zwischen Antike und Mittelalter

  • jim
    2018-11-23 15:32

    Awesome. Great text book.