Read Aus meinem Schattenreich: Gedichte by Wolfram Benda Online

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Die Eltern traten aus dem Rahmen und sprachen zu ihrem Kinde Du bist jetzt achtzig Jahre alt und mu t endlich erwachsen werden Der Gedichtband des 1929 geborenen G nter Kunert ist eine Begegnung mit der eigenen Lebensgeschichte in DDR und BRD Seine Lyrik beleuchtet die zerrissene Geschichte seines Landes, die Utopien in der Politik und die Lebensl gen Einstmals zogen Kolonnen mit roten Fahnen durch die Stra en , das sind Bilder, die viele kennen, pathetisch, dekorativ Doch Kunert benennt die wahre Gestalt der Menschen, die rollten die Fahnen zusammen und trollten sich Auf den bissigen, illusionslosen Blick von G nter Kunert kann Deutschland noch lange nicht verzichten....

Title : Aus meinem Schattenreich: Gedichte
Author :
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ISBN : 9783446258174
ISBN13 : 978-3446258174
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Carl Hanser Verlag GmbH Co KG 12 M rz 2018
Number of Pages : 502 Pages
File Size : 998 KB
Status : Available For Download
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Aus meinem Schattenreich: Gedichte Reviews

  • Christoph Janacs
    2018-11-06 12:04

    Günter Kunert, Jahrgang 1929, zählt zu den ganz großen lyrischen Stimmen, deren Tonfall unverkennbar ist, und zu jenen Mahnern, die nicht müde werden, auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Noch immer findet sich in seinen Gedichten ein Humor, der beim Lesen schmunzeln lässt, vor allem weil Kunert ein Meister der Anspielung ist:Die Fahrt mit der Hochbahnzum Schlesischen Tor gingan alten Häusern vorbei, anFensterreihen im ersten Stock.Eines war offen. Sichtbareine nackte Frau;mein Körper nahm den Anblickmerkbar wahr. Erst nach derEndstation verlor sie sichaus meinem Nervensystem.Allerdings, die Mehrzahl der Gedichte ist ernst, geprägt von der Ahnung des eigenen Endes, verdüstert, weil der Dichter einsehen muss, wie Don Quijote gegen Windmühlen angekämpft und nur weniges, wenn überhaupt, bewirkt zu haben. Und so lautet sein letztes Gedicht:Aufklaffende Leiber,zerrissene Gedichte. Mir fehltendie Worte zu ihrer Heilung.Dergestalt fand ich die Welt vor,als ich kam und so, als ichwieder ging.Umgetrost und hilfloserdenn je.Dennoch: Für Freunde zeitgenössischer Lyrik ein unbedingtes Muss. Gäbe es nur mehr Kunerts in diesem schrillen, von eitlen Wichtigtuern geprägten Literaturbetrieb!