Read Mai, Juni, Juli: Ein Roman by Joachim Lottmann Online

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Das ist kein Buch, das ist das Leben Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Soll er eher etwas Autobiographisches schreiben oder doch lieber einen DDR Roman Der namenlose Ich Erz hler aus Mai, Juni, Juli streift durch eine deutsche Metropole, es ist Mitte der 80er Jahre und alle reden von Pop, Sex und Seele Er will ein gro er Schriftsteller werden, aber noch kommt er schlecht aus dem Bett und leidet an Depressionen Es vergehen Wochen, Monate, und schon wieder ist ein Tag verloren, weil er kein Schreibmaschinenpapier zur Hand hat Doch immerhin wei er, was alles nicht vorkommen darf keine verdammt gute Literatur, keine Monomanie, keine Exzesse, kein Tiefgang, keine geschm cklerische Yuppie Schreibe F r die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geh rt Mai, Juni, Juli zu den anderen Klassikern den B chern, die nicht im Kanon von Marcel Reich Ranicki auftauchen, aber eine tiefe Spur im Ged chtnis einer heutigen, j ngeren Generation hinterlassen haben Nicht zuletzt, weil es am Anfang dessen steht, was sp ter unter dem Label Pop Literatur subsumiert wurde, eine Abrechnung mit der nicht enden wollenden deutschen Nachkriegsliteratur w tend, respektlos und ein wenig gro kotzig....

Title : Mai, Juni, Juli: Ein Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3462032461
ISBN13 : 978-3462032468
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : KiWi Taschenbuch Auflage 1 Auflage 20 Februar 2003
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 888 KB
Status : Available For Download
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Mai, Juni, Juli: Ein Roman Reviews

  • Weltalf
    2018-11-17 14:21

    Der Begriff Literatur muss komplett neu überdacht werden. Lottmann vereint alles, was sich bisher in Büchern gegenseitig ausschloss: Eloquenz und Humorhaftigkeit, ausufernde Fabulierkunst und ein Gefühl für tieferliegende Wahrheiten, Bildungsbürgerattitüden und Querulantenästhetik, Fluxus und militanter Durschmarsch, Sex und Politik.In seinem Debütroman "Mai, Juni, Juli" dreht sich alles ums Schreiben, bis sich der Leser mitdreht. Wortmächtig und zielsicher wie einst Odysseus schlängelt sich Lotte durch die Klippen des Romanhaften und thematisiert dabei das Leben und Streben eines reifenden Autors während seiner Inkubation mit einem neuen Buch. Ein Roman im Roman im Roman. Ich plädiere dafür, Schiller und Lessing aus dem Lehrplan zu streichen zugunsten dieses interpretationsoffenen Werkes, das alle anderen Literaturgattungen in sich vereint. Historienschinken, Bildungsbuch, Entwicklungsroman, Erotikthriller - all das ist es nicht. Die Qualität ist eine neue, die neunte Sinfonie. Ich plädiere darauf, Goethe und Schiller zugunsten dieses - doch das sagte ich bereits.

  • None
    2018-11-10 19:35

    Die Geschwister Kinga und Nick sind die Hauptfiguren dieses Romans. Der Roman hat 44 Kapitel. In diesen Kapiteln erzählen entweder Kinga oder Nick. Der Wechsel der Ezählperspektiven scheint dazu zu führen, dass man mehr von den beiden erfährt. Letztlich führt dieses „mehr" jedoch dazu , dass man immer weniger sicher weiß.Sicher bleibt, beide haben Macken, die zu Obsessionen auswachsen.Der Rest bleibt den Lesern vorbehalten: es darf spekuliert werden, ob die beiden ein inzestuöses Verhältnis haben, ob Kinga während eines „Ausfalles" einen Mord begangen hat oder ob Nick diesen Mord aus Eifersucht begangen hat oder keiner der beiden etwas mit dem Mord zu tun hat.Dieses Buch ist nicht für Leser geschrieben, die gerne das Heft in der Hand behalten und wissen müssen wohin es geht. Hier muß spekuliert werden, nichts fügt sich zusammen - im Gegenteil es geht eher auseinander.Auch wenn es deutlicher zu werden scheint, handelt es sich eher um eine Sackgasse. Der Titel zum Beispiel; an einer Stelle wird Kingpeng zu einem Reiseziel, einem Ort den es geben soll. Im Atlas kann man nachschlagen ohne diesen Ort zu finden. Es darf also weiter gemutmaßt werden. Ich habe mich bei den Mutmaßungen dabei ertappt, ob „Kingpeng" nicht auf Königspinguine hindeuten könnte und damit auf die Fähigkeit auch in unwirtlichen Gegenden zu überleben.In dem Buch heißt an einer Stelle: „...wie aus einer unerbittlichen Strickliesl wächst langsam ein dicker Strang von unerfreulichen Ereignissen." So ist dieses Buch geschrieben. Und es ist gut geschrieben.