Read Organisation außer Ordnung: Außerordentliche Beobachtungen organisationaler Praxis (Organisation Ausser Ordnung) by Martin Vogel (Hg.) Online

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Organisationen wirken von au en oft alles andere als strukturiert Wer meint, dort herrsche das komplette Chaos, irrt jedoch Es scheint vielmehr eine h chst eigenartige Mischung aus Ordnung und Unordnung zu sein in Organisationen geht das Geplante mit dem Ungeplanten einher, das Geregelte mit dem Ungeregelten Wie gehen Organisationsmitglieder damit um und wie kann die Organisation als Ganze trotz dieses paradoxen Zustands zukunftsf hig bleiben Die Themen des Bandes reichen von Humor, Innovation, Ordnungsprinzipien und Personalauswahl in Organisationen bis zur systemischen Organisationsberatung....

Title : Organisation außer Ordnung: Außerordentliche Beobachtungen organisationaler Praxis (Organisation Ausser Ordnung)
Author :
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ISBN : 3525404506
ISBN13 : 978-3525404508
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Vandenhoeck Auflage 1 23 Oktober 2013
Number of Pages : 463 Pages
File Size : 773 KB
Status : Available For Download
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Organisation außer Ordnung: Außerordentliche Beobachtungen organisationaler Praxis (Organisation Ausser Ordnung) Reviews

  • Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH
    2018-10-24 01:58

    Martin Vogel verspricht "außerordentliche Beobachtungen organisationaler Praxis", so der Untertitel. Und genau das gelingt ihm.Die Beiträge des Bandes entstammen fast alle aus den Lehrveranstaltungen des Weiterbildungsstudiums Arbeitswissenschaft an der Universität Hannover. Beim Durchschmökern der Einführung hatte ich mich deshalb schon auf "harte Kost" gefasst gemacht, doch ich wurde positiv überrascht.Nach einer kurzen und gelungenen Einführung in die Grundlagen der systemischen Beratung geht Martin Vogel in seinem Beitrag auf die Rolle von Personen und Erwartungen ein. Hier hat mir besonders die "Präsenz des Möglichen" (Luhmann) gefallen, die deutlich macht, dass Erwartungen nicht nur in Bezug auf die Erwartungen prägen, die ausgesprochen und ausgedrückt wurden, sondern auch gerade durch die Erwartungen, die (bewusst) nicht realisiert wurden.Auch der Beitrag "Der Kontext der (Nicht-)Wertschätzung" regt zum Weiterdenken in der Praxis an. Wenn die Stufen der Wertschätzung (1. der Anwesenheit, 2. der Funktion, 3. der Person) so gelten, dann ist die Konsequenz auf Führungsverhalten selbsterklärend. Dann muss es bei Führung immer um Realisierung von 1. Regeln der Höflichkeit, 2. Leben von Wertschätzung i.S. von den Wert einer Funktion zu schätzen und 3. um die Persönlichkeit des/der Mitarbeiter/-in gehen. Und da es Stufen sind, sollten diese Schritt für Schritt abgegangen werden.Im Kontext von Change-Management hat mich auch der Beitrag über die "Paradoxien im Wandel – Wandel als Paradoxie: Beispiel Krankenhaus" in seinen Bann gezogen. Denkt man Organisationen im Wechselspiel von Ordnung und Außer-Ordnung, dann sind Paradoxien ein natürlicher Ausdruck dieses Wechselspieles. Damit kann es nicht darum gehen, Paradoxien aufzulösen, sondern gute Change-Beratung heißt in der Handhabung dieser Paradoxien zu unterstützen – bevorzugt durch Reflexionshilfen. Insbesondere die Selbstähnlichkeit von Prozess und Inhalt begegnet mir in meiner Beratungsarbeit überzufällig häufig und stellt in der Reflexion dieser Selbstähnlichkeit mit Managementteams ein wertvolles Hilfsmittel dar.Ich kann dem Sammelband nur viele Leser/-innen wünschen, die sich von ihm inspirieren lassen wollen.

  • Martin Vogel
    2018-11-12 02:54

    Prof. Rainer Zech schrieb in der ZOE 2014/02 eine Rezension über dieses Buch. Mit seinem Einverständnis stelle ich sie hier ein.Angelockt durch den ungewöhnlichen Titel stieß ich auf das genannte Buch, das versprach unter Bezugnahme auf Luhmanns Theorie sozialer Systeme Organisationsfragen nicht unter der Prämisse eines zweckrationalen Ordnungsaufbau, sondern mit der Unterscheidung Ordnung und Unordnung zu untersuchen. Nun hat die hat die sozialwissenschaftliche Theoriebildung hier schon einige Konzeptionen angeboten: Organisation wird z.B. verstanden als organisierte Anarchie (March), Mythos und Zeremonie (Meyer, Rowan) oder nicht-triviale Maschine (von Foerster), auf jeden Fall als nichtkalkulierbares, unberechenbares System (Luhmann) mit evolutionärem Drift (Maturana, Varela). Spannend an dem vorliegenden Buch erschienen aber die gewählten Themen, die üblicherweise nicht im Mittelpunkt der Organisationsforschung stehen, wie Ärger, Humor, Katastrophen, mangelnde Wertschätzung und selbstzerstörende Prophezeiungen.Es stellte sich bei genauerer Betrachtung heraus, dass es sich bei dem Sammelband um Beiträge aus Lehrveranstaltungen des Weiterbildungsstudiengangs Arbeitswissenschaften der Leibniz Universität Hannover handelt. Zielgruppe des Buches sind theoretisch interessierte Praktiker, und für diese ist das Buch – das möchte ich vorwegnehmen – auch gut geeignet. Der Herausgeber schränkt in seinem einleitenden Beitrag zwar selber ein, dass „systemtheoretisch Versierte an der einen oder anderen Stelle vermutlich mangelnde theoretische Genauigkeit, Praktiker dagegen .. in anderen Bereichen unmittelbare Übertragbarkeit vermissen“ werden. (S.12) Aber auch wissenschaftlich orientierte Organisationstheoretiker finden darin den einen oder anderen inspirierenden Gedanken.Der Beitrag von Hänsel verweist noch einmal auf die Grundlagen der systemischen Beratung, die er neben der Systemtheorie Luhmannscher Provieniez in der kognitionstheoretischen Neurowissenschaft, der Kybernetik, dem Konstruktivismus und der Synergetik sichtet. Dieser Beitrag geht in der Tat über weithin Bekanntes nicht hinaus. Er ist allerdings für die genannte Zielgruppe durchaus nützlich. Spannender wird es dann, wenn die oben genannten Einzelthemen behandelt werden.Hier finden sich nun in diesem Buch eine Fülle von interessanten Themen, die sich vor dem Hintergrund einer Paradoxie entfalten, denn Ordnung wird nur möglich, wenn es gelingt stabile Erwartungen herauszubilden – stabile Erwartungen sind aber nur möglich, wenn bereits auf eine erkennbare Ordnung referiert werden kann. Darauf geht der Herausgeber Martin Vogel in einem seiner Beiträge ein. In anderen Beiträgen (z.T. mit Co-Autoren) beschäftigt er sich mit dem Phänomen Humor in Organisationen, dem Management des Ungefähren und der Organisationskultur.Ein anderer Beitrag unternimmt am Beispiel der Emotionen den Versuch, individualpsychologische und organisationstheoretische Perspektiven miteinander zu verbinden. Hieran schließt sich passend der Beitrag an, in dem es um Ärger in organisationsstrukturellen Kontexten geht. Der Mangel an Wertschätzung gehört zu den Konstanten im Berufsleben der Individuen – egal um welchen Organisationstyp es sich handelt.Über die genannten Themen erwartet die Leserinnen und Leser noch Vieles mehr, z.B. zur Personalauswahl, zum organisationalen Wandel und zur Innovation, zur Organisationsberatung, aber auch dazu, dass Zukunftserwartungen als sich selbst erfüllende Prophezeiungen durchaus auch zerstörerische Wirkungen haben können.Also: Ein lesenswertes Buch, nicht deshalb, weil man Vertiefungen in der systemtheoretischen Fundierung der Organisationsforschung erwarten kann, aber weil man mit im positiven Sinne »abseitigen«, also eben außerordentlichen, Einzelphänomenen konfrontiert wird, die im Diskurs der Organisationtheorie oft viel zu kurz kommen.Prof. Dr. Rainer Zech