Read Die Dienerin: Roman by Margaret Forster Online

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Vierundzwanzig Jahre alt ist Elizabeth Wilson, als sie 1844 in London in den Dienst der fast vierzigj hrigen Dichterin Elizabeth Barrett tritt Von Anfang an empfindet sie ihr gegen ber mehr als blo e, durch den Dienst auferlegte Ergebenheit Und auch f r die viktorianische Dichterin wird die Wilson bald zum guten Engel Als Elizabeth Barrett heimlich den Dichter Robert Browning heiratet und aus dem Haus ihres Vaters flieht, ist sie es, die das Paar als einzige Vertraute ber Paris, nach Pisa und von dort nach Florenz begleitet Hier bleibt Elizabeth Wilson f r sechzehn Guineen im Jahr und als M dchen f r alles die billige Arbeitskraft des Dichterpaares, das in seinen wunderbaren Gedichten humanistische Ideale besingt, ansonsten aber kein Verst ndnis f r fremde Belange aufbringt Als Elizabeth Wilson den Diener Ferdinand heiratet, f hrt eine zunehmende Entfremdung im Verh ltnis von Herrin und Dienerin zu K lte und Distanz und letztlich zur Trennung....

Title : Die Dienerin: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3596122929
ISBN13 : 978-3596122929
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 8 1 August 1995
Number of Pages : 672 Seiten
File Size : 862 KB
Status : Available For Download
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Die Dienerin: Roman Reviews

  • Steine 22
    2019-01-07 16:13

    1844 wird Elizabeth Wilson (genannt Wilson) im weit von ihrem Heimatsort entfernten London die Damenbedienung der kränklichen Elizabeth Barret. Miss Barrett ist zunächst einmal psychisch sehr angeschlagen, wurde sie vor einiger Zeit schmerzhaft mit mehreren Todesfällen konfrontiert, jedoch schlägt sich ihre Niedergeschlagenheit auch auf ihre körperlichen Kräfte nieder. Sie kann das Haus, meist sogar ihr Zimmer, nicht verlassen und verbringt ihre Tage beinahe ausschließlich in ihrem abgedunkelten Zimmer. Einzig das Schreiben scheint etwas Licht in ihr dunkles Dasein zu bringen.Langsam und leise erzählt Margaret Forster, wie Wilson die Dienerin dieser kraftlosen und niedergeschlagenen Frau wird. Sie erzählt Wilsons Leben, das sie unauffällig und treu, ja schon unterwürfig, im Dienste ihrer Herrin führt. Sie erzählt von Wilsons wachsender tiefen Zuneigung zu der niedergeschlagenen Frau und ihrer Hoffnung, dass sie nicht nur deren Vertraute und Dienerin, sondern eher schon eine Freundin ist, obwohl dies - wir ihr sehr wohl bewusst ist - auf Grund ihres Standes eigentlich unmöglich ist.Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Gerade der leise und unaufdringliche Ton, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, hat es geschafft, dass mir Wilson sehr nah war. Ihr Leben in Abhängigkeit, die immer wiederkehrende Hoffnung auf Freundschaft, Verständnis und Liebe waren greifbar, ebenso wie die Wut und die Ohnmacht über so manche Entscheidung, die im Hause ihrer Herrin gefällt wird."Die Dienerin" ist kein Buch mit explodierender Spannung, kein Buch der rasanten Ereignisse. Es ist ein langsames Buch, jedoch habe ich die Geschehnisse und vor allem die Gefühlswelt und die Gedanken der Dienerin Wilson als äußerst spannend empfunden. Es hat mich berührt, es hat mich gefesselt, und ich wollte keine der beinahe 700 Seiten missen. Dazu ist es wortgewaltig und voller Leidenschaft. Ein wenig möchte ich es mit "Alias Grace" von Margaret Atwood vergleichen (Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen bei der Entscheidung).Elizabeth Wilson hat es übrigens wirklich gegeben. So habe ich mich im Nachwort der Autorin sehr darüber gefreut, dass das Buch nicht einfach nur zu Ende war, sondern, dass ich erfahren konnte, wie Wilsons Leben weiterging.Fünf Sterne, weil es ein besonderes und unvergessliches Leseerlebnis war.

  • MS
    2019-01-03 12:26

    Einer der schönsten Romane!Ich hatte das Buch verliehen und nie wieder bekommen.Jetzt habe ich es wieder und lasse es nie mehr aus der Hand!

  • None
    2019-01-20 19:18

    Dieses Buch war mir schon mehrmals empfohlen worden und ich hatte immer abgelehnt. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß das Schicksal einer Dienerin im neunzehnten Jahrhundert wirklich fesselnd beschrieben werden konnte - zumal es sich auch nicht um eine der üblichen Kitsch-Schmonzetten, sondern einen biographieartigen Roman handelte. Gottseidank habe ich das Buch dann doch in die Hand genommen und konnte es nicht mehr weglegen. Wie Margaret Foster die Lebenswelt der Elizabeth Wilson im Haushalt der Dichterin Elizabeth Barret Browning beschreibt, die Charaktere entwickelt und beiläufig große Gefühle beschreibt, das ist schlicht meisterhaft. Ich habe mich keinen Satz gelangweilt in einem Buch, das ich für eins der schönsten halte, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (und ich lese viel). Ein besonderes Lob gilt der Übersetzerin, deren Wortwahl mich von der ersten Seite an gefangennahm. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich jemals zuvor bei der Lektüre eines Buches das Gefühl hatte, dankbar dafür zu sein, daß ich es lesen durfte. Hier war dies der Fall. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

  • anonym
    2019-01-14 15:28

    Ich habe dieses facettenreiche und sehr dicht erzählte Buch schon mehrmals gelesen und verschenkt.Es erzählt, wie sich eine Frau aufgrund ihrer sozialen Stellung, aber auch ihres Charakters (denn andere junge Frauen ihres Standes sind dafür nicht anfällig) in eine Beziehung verstrickt, in der sie einerseits Bedienstete und andererseits Vertraute der Dichterin Elizabeth Barrett Browning ist.Sie erlebt viel Bereicherung und Zuwendung und zugleich das ganz normale, manchmal brutale, Kalkül einer Arbeitgeberin in einer Standesgesellschaft.Als Leserin freut man sich mit ihr, leidet mit ihr, bedauert sie und mag sie oft nicht. Wunderbar erzäht, absolut empfehlenswert.

  • None
    2019-01-21 14:25

    Ich habe das Buch zufaellig in die Haende bekommen und bin wirklich froh darueber.Eines der besten Buecher, die ich seit langem gelesen habe. Die Gedanken und Zweifel von Wilson hinsichtlich der "grossen Liebe" sind meiner Meinung nach auch heute noch top aktuell und keineswegs abwegig. Wilson spricht mir oft aus der Seele. Die Beziehung der beiden Frauen wird sehr einfuehlsam beschrieben und die Autorin schafft es, das scheinbar Unverstaendliche verstaendlich zu machen. Es scheint fast logisch, dass die beiden Frauen sich einfach nicht voneinander loesen koennen.Sehr schoen auch die Beschreibung der gesellschaftlichen Zustaende zur Zeit Koenigin Viktorias.

  • A. Daniel
    2019-01-20 14:26

    Die Dienerin - eine auf Fakten aufbauende Erzählung von einer englischen Dichterin und ihrer Dienerin im 19. Jahrhundert. In vielen Einzelheiten wird die Entwicklung der Dienerin Wilson beschrieben, die von Ihrer Herrin gefördert wird, aber auch in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Ihr steht.Als besonders interessant und abwechslungsreich empfand ich den Erzählstil. Zum einen wird die Geschichte von einem unbeteiligten Dritten erzählt, zum anderen aus der Sicht von Wilson, indem Ihre Briefe die Erzählung auflockern. Da bekommt man wieder richtig Lust zum Briefe schreiben...

  • Amazon Kunde
    2019-01-21 16:23

    Obwohl ich sehr viel lese und für gewöhnlich ein Buch pro Woche verschlinge und historische Romane meine Lieblingslektüre sind, habe ich es nicht geschafft, dieses Buch zu Ende zu lesen.Selten habe ich ein Buch begonnen, das mich dermaßen langweilte. Die äußerliche Handlung dieser Lekrüre bewegt sich stark am Nullpunkt, denn seitenweise wird beschrieben, wie sich die Dienerin in den Haushalt einfügt und wie viele Stunden sie mit ihrer Herrin verbringt, die ihr mit ihrer selbstmitleidigen, melancholischen Art immer mehr zur Last fällt.Leider kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen.