Read Exil: Roman (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 8) by Lion Feuchtwanger Online

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Schl sselroman ber das Leben deutscher EmigrantenSchauplatz dieses Romans ist Paris, die Stadt, die f r Tausende deutscher Fl chtlinge zum Exilort wurde Im Fr hjahr 1935 wird Friedrich Benjamin, ein bekannter Publizist und Redakteur einer deutschen Emigrantenzeitung, von den Nazis verschleppt Sepp Trautwein, der von seinem M nchner Lehrstuhr vertriebene Musikprofessor und Komponist, gibt die Musik auf, um Benjamins Sache zu seiner eigenen zu machen Er k mpft einen fast hoffnungslosen Kampf, der sich schlie lich als Ansporn und Best tigung in seiner Kunst niederschl gt Er komponiert die Sinfonie Der Wartesaal , eine Metapher f r die Zeit des Exils.Feuchtwanger w hlte einen authentischen Fall als Ausgangspunkt f r eine differenzierte Darstellung der Situation deutscher Exilanten, ihrer Existenzn te, ihrer politischen Zerrissenheit und ihres ohnm chtigen und ein bi chen l cherlichen Kampfes gegen einen riesigen Staat und seinen berm chtigen Apparat Feuchtwanger wollte die Gesamtsituation des Exils erfassen und verhalf gerade auch den Namenlosen, Erfolglosen, eben der Masse der Exilierten zu ihrem epischen Recht Klaus Modick...

Title : Exil: Roman (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 8)
Author :
Rating :
ISBN : 3746656311
ISBN13 : 978-3746656311
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Taschenbuch Auflage 6 23 September 2008
Number of Pages : 862 Seiten
File Size : 580 KB
Status : Available For Download
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Exil: Roman (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 8) Reviews

  • Helmut Lissmann
    2018-11-06 13:29

    Feuchtwangers Roman "Exil" ist ein herausragendes Werk deutscher Exilliteratur zur Zeit des Nationalsozialismus. Facettenreich schildert "Exil" äußeres und inneres Erleben deutscher Emigranten in Paris. Entwürdigende und bedrückende Lebensumstände, machtlose Wut, Hilf- und Aussichtslosigkeit prägen den Alltag und die Grundstimmung der aus ihrer Heimat Vertriebenen. Sie kämpfen weitgehend isoliert um ihr Überleben und den letzten Funken von Würde und Hoffnung. Sehr verschlungen wirken zahlreiche Erzählstränge des Autors, oftmals zu kompliziert und detailüberladen, was der Spannung und dem Lesegenuss schadet. Manchmal wäre ein "sparsamerer Strich" Feuchtwangers Exil-Tableau besser bekommen. Gleichwohl ist es auch heute noch ein beeindruckendes zeitgeschichtliches Dokument aus der Feder eines Könners.

  • Winni
    2018-11-13 13:55

    wie immer kriecht Herr Feuchtwanger in die Charaktere förmlich hinein. Ist ja quasi sein Markenzeichen, den inneren Dialog der Figuren hörbar zu machen. Aber manchmal war es mir wirklich zuviel des Guten. So einige Wendungen im Handlungsstrang wirken doch arg bemüht, das Hü und Hott der Figuren langweilte mich mit der Zeit. Dafür ist der Roman dann doch einfach zu lang. Es gibt Bücher des Autors, die mich deutlich mehr in den Bann gezogen haben (Die Füchse im Weinberg, Goya)."Sunset" von Klaus Modick - welches im Zusammenhang mit Käfen von Feuchtwanger bei Amazon gern mit angepriesen wird - ist übrigens sehr schön geschrieben, falls jemand mal sozusagen am inneren Dialog von Herrn Feuchtwanger teilhaben möchte.

  • Jan Schröder
    2018-11-07 17:36

    Einer der grundlegenden Romane der Exilliteratur. Feuchwanger ist dabei ein Autor, der nicht nur aufgrund des Kontextes einen wichtigen und großartigen Roman geschrieben hat, sondern dessen Buch auch qualitativ hochwertig verfast ist.

  • Linkerhand
    2018-11-06 14:30

    Lion Feuchtwangers Wartesaal-Trilogie findet mit "Exil" ihr würdiges Finale. Ende der 1930er Jahre geschrieben, hat der Roman wirklich nichts von seiner Aktualität verloren. Es ist erschreckend, wie sich die Stimmungen in Deutschland und der Welt in den 1930er Jahren und heute gleichen ...

  • Krümel
    2018-10-25 14:54

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  • Peter Barthelmes
    2018-11-20 13:28

    In diesen Zeiten der Völkerwanderungen und Flüchtlingskrisen sollte der interessierte Leser zu diesem Buch greifen :" Exil " von Lion Feuchtwanger . Dieser Roman schildert das Leben der Emigranten aus Deutschland nach 1933 , spannend ,bewegend und lehrreich. Für viele der handelnden Personen lassen sich Parallelen im wirklichen Leben der Pariser Emigranten finden :Für den Komponisten Trautwein stand Hanns Eisler Pate, Trautweins Sohn heißt dann auch Hanns , Feuchtwanger , Sieburg und und und.Auch der Fall des entführten Jounalisten beruht auf einer wahren Begebenheit , ebenso wie die Turbulenzen rund um die Zeitungsredaktion.Das Buch ist ein herausragendes Beispiel der deutschen Literatur im Exil , neben Anna Seghers, Das siebente Kreuz und Klaus Manns . Der Vulkankann es durchaus bestehen. Ein Buch für diese Zeiten zum Nachdenken : Flucht, Verteibung, Emigration.

  • Ralf Kellermann
    2018-11-19 17:44

    "Exil" ist der letzte Teil der "Wartesaal"-Trilogie und entfaltet wie die anderen Bände ein komplexes Panorama unterschiedlichster Figuren und Handlungsstränge. Hier nun in der Welt des deutschen Exils in Paris 1936.Im Mittelpunkt der Figuren steht der aus München stammende Komponist Sepp Trautwein mit Frau und 18 jährigem Sohn. Ein zentraler Handlungsstrang nimmt seinen Ausgang von der Entführung eines mit Trautwein befreundeten Journalisten durch die Nazis. Trautwein übernimmt provisorisch dessen Posten in einer Zeitung der deutschen Exilanten und will durch seine journalistische Arbeit den Druck auf die deutsche Regierung erhöhen, um den Freund wieder heraus zu lassen.Um den zunächst zentralen Handlungsstrang, um die Frage, ob und wie der Entführte wieder frei zu bekommen ist, ranken sich diverse Nebenhandlungen. Es geht um Konflikte zwischen Trautwein und seiner Frau (sie will, dass er mehr komponiert, er will politisch aktiv sein) und mit seinem Sohn (der ihm ein falsches bürgerliches Vertrauen in die Macht humanistischer Ideale vorwirft). Und auch verschiedene Liebesbeziehungen entspannen sich neben - und verwickelt mit - der Haupthandlung.Immer wieder geht es um verschiedene Konflikte zwischen den Exilanten, daneben werden aber auch die vor Ort agierenden Nazis von Partei und Botschaft in den Blick genommen, allen voran der Publizist Erich Wiesener (offenbar dem nazinahen Autor F. Sieburg nachgebildet), der den Vertretern der Exilpresse mit seinen rhetorisch geschliffenen Essays und mit einem geschickten politischen Ränkespiel das Leben schwer macht.Die Größe des Romans zeigt sich nicht allein in der Souveränität, mit der Feuchtwanger das große Bündel an Handlungssträngen beherrscht und verknüpft. Beeindruckend erscheint hier immer wieder auch (wie in den anderen Romanen des Autors) die Komplexität der Figurenzeichnung. Noch die eigentlich schlimmsten Charaktere haben immer auch ihre sympathischen Seiten, ihre kleinen und großen menschlichen Schwächen und ihre durchaus verständlichen Ambitionen. Nobody's perfect - auch die Exilanten nicht. Und nobody's just evil. Selbst die Nazischergen nicht, auch wenn die natürlich weniger sympathisch wegkommen. Wiesner z.B. beeindruckt zwar als eitler Geck und Zyniker. Durch sein glaubwürdig und differenziert dargestelltes problematisches Liebesverhältnis zu einer Halbjüdin und durch sein immer schwieriger werdendes Verhältnis zum Sohn aus dieser Beziehung bekommt auch diese höchst suspekte Figur eine interessante und ambivalente Tiefe.Interessant ist schließlich noch der Bezug zu den anderen Bänden der Trilogie. Auch wenn der Band keinen Handlungsstrang aus den anderen Bänden aufnimmt, gibt es doch mit der Figur Jacques Tüverlins (ein alter ego des Autors) eine gewisse Kontinuität der Welten. Ihre Grenze hat diese Kontinuität aber u.a. darin, dass Hitler im früheren Band "Erfolg" noch unter anderem Namen und als fiktionale Figur entworfen wird. In "Exil" wird der "Führer" dann mit seinem Namen direkt benannt. Anders als etwa in der Josephus Trilogie , die über drei Bände verteilt eine einzige Lebensgeschichte nachzeichnet, dominieren in der Wartesaal-Trilogie eher motivische Parallelen: der um die Befreiung eines Gefangenen sich entfaltende Plot, die in erotischer Hinsicht erstaunlich unkompliziert wirkenden Liebesverhältnisse, und auch einige Typen von Figuren und Beziehungen (schwierige Vater-Sohn-Beziehungen; die im Zentrum stehende feingeistige Hauptfigur, die angesichts der zunehmenden Brutalität der politischen Verhältnisse immer ratloser wirkt; die Figur des zynischen und weitgehend erfolgreichen Politzockers usw.)."Exil" ist ein ebenso schöner wie schrecklicher Roman Feuchtwangers, ein großes Zeugnis der Exilliteratur und einer der wichtigen Romane der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Unbedingt lesenswert.