Read Goldbroiler: oder die Beschreibung einer Schlacht. Eine KriminalGeschichte by J. Monika Walther Online

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Die Ostseek ste nach der Wende Warnem nde und Rostock Was w re der Westen ohne den Osten fragt Ida Waschinsky ihren Vater, einen abgewickelten Mathematikprofessor, Ausgabe Ost Voller Illusionen ber den Sozialismus, antwortet er Ida widerspricht Falsch Ohne Absatzm rkte Und umgekehrt Was w re der Osten ohne die alte Bundesrepublik Voller Illusionen Die neue Zeit, den Umbruch haben sich Fischer und Gesch ftsleute, Polizisten und Regimeopfer nicht als einen Krieg ohne berlebenschancen vorgestellt Die tote Frau auf einem alten Kahn, Schmuggel von Menschen und Waren interessieren den aus St Pauli strafversetzten Polizisten Brinkm ller nur als M glichkeit, zu viel Geld zu kommen Ein alter Mann aus dem Westen kauft sich Menschen, die f r ihn erpressen, Schutzgelder eintreiben und braune Schl gerbanden aufstellen, ein alter Mann aus dem Osten mit Nazivergangenheit engagiert die Privatdetektivin Ida Waschinsky, um seine gestohlenen Pistolen wieder zu beschaffen Und R wer, ein beiseite geschobener Kommissar, beobachtet die neuen Zeiten, den Krieg an der Ostseek ste und tut seine Pflicht Den Umbruch berleben und auf die Beine kommen, das wollen alle, aber was sie erleben, ist eine Schlacht, bei der Sieger und Verlierer nicht genau zudefinieren sind Nur die Toten haben ihre Ruhe Und die Erz hlerin betrinkt sich....

Title : Goldbroiler: oder die Beschreibung einer Schlacht. Eine KriminalGeschichte
Author :
Rating :
ISBN : 3866852088
ISBN13 : 978-3866852082
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Geest Verlag 16 November 2009
Number of Pages : 254 Seiten
File Size : 878 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Goldbroiler: oder die Beschreibung einer Schlacht. Eine KriminalGeschichte Reviews

  • Undine61
    2018-11-08 12:59

    Auf dem Cover von J. Monika Walthers jetzt als E-Book erschienen Kriminalromans findet sich eine Deutschlandfahne mit der Aufschrift KriminalGeschichte. Nach dem Lesen dieses Buches ist klar, dass es um mehr als um Mord und Totschlag geht. Und es ist keine leichte Kost, weil diese Geschichte fast unerträglich nah am Leben ist. Wir sind in Rostock nach der Wende. Der als Revolution gefeierte gesellschaftliche Umbruch hinterlässt im Osten Deutschlands wirtschaftliche und menschliche Verwüstung. Der Zusammenbruch der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Ausländerfeindlichkeit, Schmuggel und Menschenhandel, Verarmung und Resignation – all das schwappt rückhaltlos auch in das Leben von Ida Waschinsky, die sich als Privatdetektivin eine neue Existenz aufzubauen versucht. Sie droht, sich im Strudel der Ereignisse zu verlieren und mit ihr der Leser, er geht mit ihr in die Irre sowohl bei der Suche nach dem Mörder als auch bei der Suche nach der Liebe. Er gerät wie Ida in den Sog der sich entfaltenden Handlungsstränge und es ist letztlich der Blick hinter die Kulissen dieser Nachwendezeit, die ihm den Atem stocken lässt. J. Monika Walther löst das Versprechen des Titels ein: es ist eine Schlacht, bei der jede/r ums Überleben kämpft. Selten findet man diese (ostdeutsche) Tragödie so minutiös, so detailliert, so lebensnah beschrieben. Und in allem erweist sich J. Monika Walther zum wiederholten Male als eine große Erzählerin – schonungslos, manchmal brutal und doch fast zärtlich im Umgang mit ihren Protagonisten, niemals voyeuristisch, niemals wertend. „Wir müssen wahre Sätze finden“, hat Ingeborg Bachmann einmal gesagt. J. Monika Walther hat wahre Sätze gefunden und ein Buch geschrieben, das mehr über die Folgen eines gesellschaftlichen Umbruchs erzählt, als in jedem Geschichtsbuch steht. Es verdient den Titel „Geschichte“ – im literarischen wie historischen Sinne. Dass dieser Teil der deutschen Geschichte schon in der Realität ein einziger Krimi war (und ist), spiegelt „Goldbroiler“ nur allzu gut.

  • Monika
    2018-11-18 10:51

    “Wie kann der Mensch leben ...?", fragt sie noch einmal."Kann er nicht", sagt die Köchin. "Sie werden dich nicht am Leben lassen. Und mir wird es das Herz zerreißen."Letzte Sätze aus J.Monika Walthers: GOLDBROILER oder die Beschreibung einer Schlacht. Und ich war traurig, als dieses Buch zu Ende, in dem kein Wort zuviel war. In dem Ida nach der Wende in Warnemünde Illusionen sucht, da, wo es keine gibt, wo Menschen geschmuggelt werden, ein alter reicher Nazi Ida, die noch übende Privatdetektivin, engagiert. Ein Tote im Kahn auf dem Wasser treibt. Wo Westen nach Osten kommt, und Osten nach Westen. Ohne Effekthascherei erzählt die Autorin über diesen Umbruch, der die kleinen Geschäftsleute, die Polizisten, die Abgeschobenen und Fischer, die freundlichen Menschenhändler Täter und Opfer zugleich sind. Den Menschen an der Ostseeküste ins Herz auf genau auf den Mund geschaut.Hinter messerscharf geschliffenen Sätzen steht eine kalte Wut und treibt den Lesenden voran. Fantastisch!

  • Nicole Neubauer
    2018-11-16 07:43

    Lange schon habe ich nicht mehr ein Buch in fast in einem Zug ausgelesen und mich jedes Mal auf den Moment gefreut, wenn ich es wieder in die Hand nehmen durfte. Wenn man sich von dem toten Vogel auf dem Cover nicht abschrecken lässt, erwartet einen bei "Goldbroiler" von J. Monika Walther ein aberwitziger Detektivkrimi aus der Wendezeit, der keine Zeit zum Luft holen lässt. "Goldbroiler" spielt am Warnemünder Hafen in Zeiten der Wende. Die Detektivin Ida Waschinsky jagt in bester Hardboiled-Manier und völlig ohne Talent Antworten nach, von denen sie die Fragen nicht kennt, wird von kleinen und großen Gangstern wild mit Geld beworfen, ohne zu wissen, warum und muss sich noch vom neuen holländischen Lover bei der Vernehmungstechnik helfen lassen. Eine Heldin zum Knutschen. Immer wieder enden die Geschichten in der Warnemünder Hafenkneipe von Maxie, die versucht, in den Wirren des neuen Turbokapitalismus eine Kneipe zu eröffnen und nebenbei noch ihren Anstand zu bewahren. Die organisierte Kriminalität hat Warnemünde fest in der Hand und Menschen sterben wie die Fliegen. Trotzdem verliert man die Hoffnung nicht - wegen der großen Menschlichkeit, mit der die Autorin die Figuren bis hin zum kleinsten Gangster beschreibt und zum Leben erweckt.Ach ja, ein Nebeneffekt sollte nicht unterschlagen werden: Das Lesen dieses Krimis macht Heißhunger auf Broiler.Ich lese viele Bücher und die meisten sind vergessen, sobald die letzte Seite umgeblättert ist. "Goldbroiler" gehört zu den wenigen, die eine Spur in der Seele hinterlassen.

  • Sam Vimes
    2018-10-30 08:51

    "Ich will ein Auto, ich will Geld. Ich bin eine Detektivin. Ich habe eine Ausbildung als Detektivin. Ich will Geld."...dies die Worte von Ida, die wie alle anderen voller Sehnsucht und Nachholbedarf sind und sich vom großen Kuchen DDR/Ostblock nach der Wende ein Stück, ein großes Stück, abschneiden will. Ob der Kuchen nun wirklich einer ist oder ob davon ohnehin bereits alle Krumen längst in die ganze Welt verstreut wurden, interessiert nicht wirklich. Hunger - Durst - Gier und die verlorene Vergangenheit sowie auf der anderen Seite die fette Masse der Wendegewinner aus West und Ost schmücken diesen Roman, der als Kriminalgeschichte leicht daher kommt, jedoch sich mehr und mehr als gesellschaftskritischer Roman entpuppt und in dem zur Freude der Leser, ungeniert durch alle Kapitel Unmengen von Alkohol fließt. Mord und Totschlag, korrumpierte Beamte, Existenzängste - es gibt nur eine Seite, die eigene, so der U-Ton und all dies an der wunderschönen Ostsee. Keine einfache Kost - dieser Roman, jedoch eine, die unbedingt verspeist werden sollte.