Read Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts by Wolfgang Sonne Online

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ln der Geschichtsschreibung ber den St dtebau im 20 Jahrhundert dominieren funktionalistische beziehungsweise avantgardistische Modelle der Stadtaufl sung Der vorliegende Titel stellt dagegen Projekte vor, die das Ideal einer dichten und urbanen Stadt zum Ziel hatten Anhand von Pl nen, Anlagen und Theorien von dichten und urbanen St dten des 20 Jahrhunderts werden Beispiele des St dtebaus analysiert und hervorgehoben, die bislang eher als Randph nomene bewertet wurden Konzepte, die sich im Wesentlichen durch Funktionsmischung, soziale Offenheit, ffentliche R ume, st dtische Architektur und Stadtkultur auszeichnen Aus dieser Neubewertung ergibt sich auch f r aktuelle Planungen die M glichkeit, anders auf historische Beispiele zur ckzugreifen und andere, den heutigen Bestrebungen nach Urbanit t und Dichte besser entsprechende Beispiele als best practice Modelle zur Verf gung zu haben....

Title : Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts
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ISBN : 9783869223216
ISBN13 : 978-3869223216
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : DOM publishers Auflage 2 25 April 2017
Number of Pages : 400 Pages
File Size : 675 KB
Status : Available For Download
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Urbanität und Dichte im Städtebau des 20. Jahrhunderts Reviews

  • Karl Schade
    2019-09-23 23:02

    Fachbuch, Sachbuch oder Coffeetablebuch? Nichts davon, sondern alles auf einmal: die sorgfältige, durch zahlreiche Quellen belegte Recherche und das systematische Vorgehen des Fachbuches, die flüssige, spannend zu lesende Schreibe des Sachbuchs, das perfekte Design, der satte Farbdruck und die opulente Ausstattung des Coffeetables. Wer sein Leben in urbaner Umgebung genießt und neugierig auf die Geschichte der Gestaltung seiner Nachbarschaft ist, wird sich ebenso daran freuen wie der Architekt oder Städteplaner, der Anregungen für die Lösung städtebaulicher Aufgaben sucht.Wolfgang Sonne beginnt seine Darstellung mit einer ausführlichen Diskussion des Begriffs der Urbanität. Kern der Urbanität ist eine kultivierte Wurschtigkeit, das Leben-und-leben-lassen, das erst die anregende Vielfalt auf engstem Raum erlaubt, derentwegen unter der sozialen Kontrolle der Nachbarn und der Gleichförmigkeit des Lebens leidende Provinzkinder nach Berlin, Wien, London oder New York ziehen. Die dichte, Straßen- und Platzräume ausbildende, gestaltet vielfältige Bebauung ist der Rahmen des städtischen Lebensgefühls, das sich bei der allzu lockeren, oft auch zu monotonen Bebauung von Außenbezirken nach dem Motto "Licht, Luft und viel Grün" nicht mehr einstellen will.Das Buch, das die Geschichte dichter städtischer Bebauung vom Ende der Gründerzeit bis heute im westlichen Kulturkreis in ausgewählten Beispielen anschaulich darstellt, begleitet den anhaltenden Trend zur Re-Urbanisierung. Wer heute auf sich hält, und wer es sich leisten kann, zieht aus dem vorstädtischen Einfamilienhaus der Eltern in die lebendigen Wohnquartiere der Metropolen und bleibt auch da, wenn die Kinder kommen. Ins Grüne kann man am Wochenende fahren. Nun fehlt nur noch, dass alle für den Städtebau Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, bei Investoren und in Architekturbüros dem Errichten übertechnisierter piefig-kartonartiger Wohnhäuser mit 2,50 bis 2,60 Metern Raumhöhe eine Absage erteilen und sich an den von Sonne präsentierten Beispielen dafür, wie man es solider, großzügiger und sorgfältiger gestaltet besser machen kann, inspirieren lassen.Es ist doch eine Absurdität unserer Gegenwart, dass wir die renovierte Architektur unserer Urgroßeltern als eigene Wohnung mehr schätzen als die Bauten unserer eigenen Zeit. Der Maßstab, dem sich alle Bauverantwortlichen stellen müssten, wäre, so zu bauen, dass jeder lieber in den neuen Häusern als in renovierten Jugendstilaltbauten leben will. Nach allem, was wir in den entwickelten Staaten des Westens erreicht und möglich gemacht haben, sollte es doch noch zu schaffen sein, dass wir zumindest wieder so gut zu bauen lernen wie die Menschen vor hundert Jahren. Einen Anfang haben die Townhouses am Friedrichswerder in Berlin (S. 301) gemacht. Vielleicht finden sich ja engagierte Planer, die eine vergleichbare Bauweise auch für Nichtmillionäre erschwinglich werden lassen.