Read Validität der Organisationsaufstellung als Ergänzung zur Assessment-Center-Methode by Leonie Schlick Online

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Psychologie Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft, Note 1,3, Nordakademie Hochschule der Wirtschaft in Elmshorn, Veranstaltung Wirtschaftspsychologie, Sprache Deutsch, Abstract Diese Arbeit widmet sich der Personalauswahl in groen Unternehmen und untersucht, welche Anforderungsmerkmale eines Bewerbers ein Assessment Center apprft, welche es vernachlssigt und ob die aus dem therapeutischen Bereich stammende Organisationsaufstellung diese ergnzend berprfen kann.Anhand von Experteninterviews wird die Hypothese, dass die Organisationsaufstellung das Assessment Center hinsichtlich der Team und Organisationspassung ergnzen kann, berprft.Es wird die aus der qualitativen Sozialforschung stammende Methode leitfadengesttztes Experteninterview zur Validierung verwendet Entsprechend wird detailliert der Aufbau eines Leitfadens sowie eine Volltranskript Auswertung nach Meuser und Nagel beschrieben....

Title : Validität der Organisationsaufstellung als Ergänzung zur Assessment-Center-Methode
Author :
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ISBN : B01BP46QAM
ISBN13 : -
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : GRIN Verlag Auflage 1 3 Mai 2013
Number of Pages : 397 Pages
File Size : 592 KB
Status : Available For Download
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Validität der Organisationsaufstellung als Ergänzung zur Assessment-Center-Methode Reviews

  • Leselustige
    2019-06-04 06:42

    Die junge Autorin hat sich eines wichtigen Themas angenommen, das über das enge Feld der Personalberatung hinausweist: der Frage der "Passung" von neu einzustellenden Mitarbeitern zu den vorhandenen Abteilungen und Teams. Wie sie überzeugend ausführt, wird diese Passung mit dem vorhandenen, oft eingesetzten Werkzeug der Personalauswahl, dem Assessment Center, nur ungenügend abgebildet.So kommt es, dass trotz bester Absichten, bester Zeugnisse, bester Ergebnisse im Auswahlverfahren, so mancher Mitarbeiter in seiner neuen Firma nicht Fuß fassen kann. Teams kooperieren nicht, Abteilungen bekämpfen einander, Fusionen führen zu heillosem innerbetrieblichen Chaos. Besonders dramatisch wirkt sich das natürlich aus, je höher die hierarchische Stellung und je bedeutsamer das Aufgabengebiet für die gesamte Firma bzw. den Konzern ist.Die Idee ist: ein sorgfältiger Einsatz der neuen Methode kann den durch "objektivierende Verfahren" ausgeblendeten Beziehungsaspekt der Mitarbeiterauswahl wieder hereinholen, jedoch auf einem erheblich transparenteren Fundament als es die viel beschworenen "Bauchentscheidungen" können.Bei ihrer Arbeit geht die Autorin im besten Sinne wissenschaftlich an die Fragestellung heran: Zum Einen kümmert sie sich sorgfältig um eine wissenschaftlich-sachliche Grundhaltung und ein Abprüfen sämtlicher Kontextvariablen des vorliegenden Themas. Dabei nimmt sie im ersten Teil auch gewisse Längen in Kauf, die durch die am Ende geführten leitfadengestützten Interviews jedoch mehr als kompensiert werden.Zum anderen hat sie ihren Interviewleitfaden so komponiert, dass alle eingangs besprochenen wesentliche Fragen beachtet werden. So werden auch bei großer formaler Sachkompetenz der Interviewpartner die Schwächen des zur Zeit angewendeten ACs (Assessment Centers) als einzigem Personalauswahlverfahren deutlich, sowie die Möglichkeiten der ergänzenden neuen Methode "Organisationsaufstellungen" in der Personalauswahl verständlich.Leonie Schlick ist es gelungen, einige namhafte und erfahrene Vertreter der noch selten in diesem Feld eingesetzten Methode als Interviewpartner zu gewinnen. Hier sind Günter Schricker, Prof. Thomas Schneidhofer, sowie der Unternehmensberater Peter Osswald zu nennen. Oft stößt sie auf ein überraschtes "Tolle Idee!" Die Realität der meisten Unternehmensberater scheint aber bislang zu sein, dass Firmenleitungen eher nicht den Mut haben, sich der neuesten Methoden zu bedienen. Sei es, aus Vorsicht, sei es aber auch, aus einem gewissen Aberglauben heraus, dass sie die eigene Kontrolle verlieren könnten, statt, im Gegenteil, ein solideres Fundament für ihre sogenannten "Bauchentscheidungen" zu bekommen. Dieser Ängstlichkeit kann durch die vorliegende Arbeit der Stachel genommen werden. Die Liste der Quellen zeigt überzeugend auf, wie viele seriöse Recherchen bereits zum Thema vorliegen. Es werden auch die Widerstände und Widersprüche benannt. Die geführten Interviews erhellen somit auf vielfältige Weise das gesamte Feld der Problematik, machen nachdenklich, zeigen auf, an welcher Stelle Vorsicht geboten ist - sie zeigen aber auch das riesige Potenzial, das in der Methode der Organisations- oder Systemaufstellung steckt. Nicht nur wären viele Fehlschläge zu vermeiden, mit denen sich Firmen bis heute bei der Personalauswahl abmühen - auch die finanzielle Seite von personellen Fehlentscheidungen ist eine ernst zu nehmende Größe.Hier wagt sich diese Arbeit auf ein Gebiet vor, das noch erheblich zu beackern ist - ein guter Anfang ist gemacht.